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Allgemeines über LEADER

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Was ist LEADER?

 

 

Leader ist die Abkürzung des französischen "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" und wird übersetzt mit "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums". Leader ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. So kann das Potential einer Region viel besser genutzt werden und erheblich zur Entwicklung der Region beitragen. Zentral in Leader sind die sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGn).

 

 

 

 

Maßnahmen

Restaurierung und Inwertsetzung der historischen Grabstätten auf dem Friedhof in St. Nikolaus

Historische Gräber auf dem Friedhof
Förderhinweis

Neben den noch zahlreich vorhandenen und geschützten Grenzsteinen entlang der Regionalgrenzen sind die wenigen alten Grabsteine auf den Friedhöfen der Warndtgemeinden die letzten Zeitzeugen einer bewegten Vergangenheit, die ihrer kunst- und siedlungsgeschichtlichen Bedeutung wegen erhalten bleiben sollten.

Sieben solcher Grabdenkmale haben sich auf dem um 1900 angelegten Dorffriedhof von St. Nikolaus erhalten. Auf ihren Inschrifttafeln finden sich die Namen von Nachkommen der Wiederbesiedler der nach dem 30-jährigen Krieg verlassenen Warndtdörfer. Es waren katholische Familien aus dem nahen Lothringen, die sich ohne fürstliche Genehmigung in der damals lutherischen Grafschaft Saarbrücken ansiedelten. Zwei Weltkriege haben die Steine überdauert, die im Stil des Historismus von lothringischen Steinmetzen erstellt wurden.

Sie zu erhalten und als Denkmäler umzufunktionieren, war das Ziel dieses Projektes. Die historischen Gräber wurden bereits 2008 abgebaut und bei der Gemeinde Großrosseln eingelagert. Am 08.05.2012 wurde dann von der Gemeinde Großrosseln und der Interessengemeinschaft St. Nikolaus ein LEADER-Antrag gestellt. Der Zuwendungsbescheid erging am 18.07.2012. Mit beginn der Planungen wurden Angebote eingeholt und der Standort mit den Vertretern der Gemeinde Großrosseln und der IGS festgelegt. Der Bauhof der Gemeinde Großrosseln beteiligte sich an den Arbeiten durch das Auskoffern der Fläche und dem Einbau von Schotter, während die Restaurierung der Gräber durch die Firma Natursteine Herz große Fortschritte machte. Nach Abschluss der Grabsanierung konnten diese an der hergerichteten Stelle auf dem Friedhof St. Nikolaus aufgestellt werden und die ehrenamtlichen Helfer der IGS konnten sich per unbaren Eigenleistungen um das anlegen der Fläche kümmern. Zum Abschluss der Maßnahme erstellte die Schreinerei Bauer eine Infotafel auf der man die historischen Hintergründe der Anlage nachlesen kann. Die Einweihung der Anlage konnte schließlich am 18.07.2014 im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier stattfinden.

 

 

Neugestaltung des Schulhofes der Grundschule St. Nikolaus

Schulhof St. Nikolaus
Förderhinweis

Durch die Umgestaltung des Außengeländes der Grundschule St. Nikolaus wurde der Schulhof zu einem natürlichen und erlebnisreichen Multifunktionsraum verwandelt. Die Kinder werden dadurch angeregt, mit abwechslungsreichen Bewegungen in den Pausen und Nachmittagsstunden ihre motorischen Fähigkeiten zu schulen. Ebenso bietet die Neugestaltung die Möglichkeit, das Außengelände der Schule für Veranstaltungen wie z.B. die Ferienbetreuung und andere gemeinnützige Zwecke zu nutzen.

So wurde ein dörflicher Treffpunkt für Familien und Jugendliche geschaffen sowie eine Steigerung der Attraktivität der St. Nikolauser Grundschule.

 

Dorfplatz St. Nikolaus

Dorfplatz St. Nikolaus

 

 

Bei der Maßnahme handelt es sich um die Neugestaltung des Dorfplatzes im Großrosseler Ortsteil St. Nikolaus. Das hier beschrieben Projekt bildet die sinnvolle und sachgerechte Fortführung der Maßnahme, indem der vorhandene Platz rückgebaut wurde und anschließend neu gestaltet wurde.

Der Dorfplatz St. Nikolaus wirkte wenig einladend zum Verweilen und wurde daher von der Bevölkerung zuletzt immer weniger als Ruhe- und Kommunikationszone angenommen und genutzt. Auch eine Nutzung des Platzes für Veranstaltungen war aufgrund der bestehenden Gestaltung nicht möglich.

Der Dorfplatz sollte nach Durchführung der Maßnahme für Veranstaltungen der örtlichen Vereine flexibel nutzbar sein und auch als Platz für die jährlich stattfindende Kirmes dienen. Die Umgestaltung des Dorfplatzes hatte zudem das Ziel, in St. Nikolaus wieder einen attraktiven Dorfmittelpunkt zu schaffen, der neben einer Veranstaltungsfläche auch den Freizeit- und Erholungswert im Dorf erhöhen und das soziale Dorfleben als Treffpunkt der Generationen befördern sollte.

 

Weitere Inwertsetzung der Aufenthaltsqualität im Talraum Karlsbrunn durch die Anlage eines Seniorenspielplatz

Seniorenparcours Karlsbrunn
Förderhinweis

Der Talraum des St. Nikolaus-Baches in Karlsbrunn erfreut sich bei Naherholern aus Deutschland wie Frankreich großer Beliebtheit. Traditionell begründet, bspw. durch das Ausflugslokal „Tannenhof“ seit den 1920er Jahren, haben sich im Talraum im Laufe der letzten Jahrzehnte zahlreiche Angebote etabliert, die in ihrer Gesamtheit zur Aufenthaltsqualität beitragen. Neben Einrichtungen wie dem Wildfreigehege, dem Kiosk, den künstlich angelegten Teichen sowie der Wander- und Radwegeinfrastruktur spielt dabei, insbesondere bei Familien mit 'Kindern, der bestehende Spielplatz am Rande der St. Nikolaus-Aue eine wichtige Rolle. Das Projekt „Seniorenspielplatz“ dient vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen einer Angebotsausweitung, welche dem demographischen Wandel Rechnung trägt: Das Durchschnittsalter sowohl der Bewohner als auch der Besucher (Tagesausflügler sowie Touristen) steigt und der Anteil der älteren Bevölkerungskohorten an der Gesamtbevölkerung wächst an. In Kombination mit dem bestehenden Spielplatz für Kinder soll die Einrichtung von Seniorengeräten insbesondere auch jenen Menschen zugute kommen, die vordergründig zur Beschäftigung der ihnen anvertrauten Kinder (Enkelkinder, Nichten/Neffen, etc.) den Kinderspielplatz besuchen: Die Seniorengeräte sind so im Gelände platziert, das die Erwachsenen die Kinder im Auge behalten, wenn sie die Seniorengeräte selbst nutzen. Auf diese Weise wurde auch vor dem Hintergrund der Gesundheitsvorsorge ein Angebot schaffen, bei dem sich Kinder wie Erwachsene gleichermaßen betätigen können und wo die Erwachsenen die Wahlmöglichkeit haben zwischen einer „passiven“ Beaufsichtigung der Kinder von einer der Sitzbänke aus und einer „aktiven“ Variante von einem der Seniorenspielgeräte aus.

 

Weitere Inwertsetzung der Aufenthaltsqualität im Talraum Karlsbrunn durch die Anlage eines Kinderwasserspielplatzes

Wasserspielplatz
Förderhinweis

In der Nähe eines Mehrgenerationenspielplatzes wurde ein Wasserspielplatz gebaut. Dieser wird zum Teil von zwei großen Bäumen mit Schatten beworfen, damit die Kinder nicht komplett der Sonne ausgesetzt sind. Zudem gibt es um die Wasserfläche Sitzgelegenheiten für die Eltern um Ihren Kindern beim spielen zuzuschauen. Mehrere Wasserspielgeräte aus Edelstahl dienen dazu mit Wasser und auch Sand zu spielen und zu experimentieren. Das Wasser kann dann an der angrenzenden Wiese abfließen wo es sich gut verteilen und versickern kann.

Die Gemeinde Großrosseln lud für Freitag, den 17.04.2015 zur offiziellen Eröffnung des Wasserspielplatzes und des Seniorenparcours ein, so dass mit Beginn der warmen Jahreszeit die Einrichtungen der Bevölkerung aus Karlsbrunn und den umliegenden Ortsteilen sowie den Besuchern der Region zur Verfügung standen. Damit hat der Talraum Karlsbrunn eine weitere Aufwertung seiner Freizeit- und Tourismusinfrastruktur hinzugewonnen, die positiv auf die ganze Region wirken kann.

 

Vorplatz Rosseltalhalle

Brunnen vor der Rosseltalhalle

Links der Zufahrt zur Rosseltalhalle befindet sich eine Freifläche zwischen Felswänden und der Emmersweilerstraße. Hier entsteht eine Platzsituation, die sich feinfühlig in den Freiraum vor der Rosseltalthalle einfügt. Dies dokumentiert sich daran, dass die linke Flucht der Halle aufgenommen wurde und gleichzeitig zur kante eines zentralen Platzes wurde, der den eigentlichen Mittelpunkt, die Brunnenanlage, quadratisch umspannt. Glatte anthrazitfarbene Platten bilden die Rahmung dieses Platzes, sie sind als Bänder verlegt. Zur Emmersweilerstraße hin und zur Einfahrtseite hin stehen Gabionenbänke. Sie übernehmen das Gestaltungselement Gabione, welches bereits im Einfahrtsbereich rechts und links zu finden ist. Die Befüllung erfolgt mit dem gleichen Natursteinmaterial. Die Sitzflächen sind aus Holzauflagen.

Inden befestigten Flächenbereichen wechseln sich Platten und hellgraue Pflasterstrukturen ab.

Das Grün besteht flächig aus Kleingehölzen und Stauden mit hohem Blühaspekt. Bei der Pflanzenauswahl wird der starken Untergrundvernässung Rechnung getragen. Der Pflanzenrahmen besteht aus 4 Bäumen, die den Platz an der oberen linken Ecke jeweils als Zweiergruppe begrenzen. Ein Solitärbaum steht vor der Gabione rechts der Einfahrt in einer immergrünen Staudenfläche. Bei der Beleuchtung wird Wert darauf gelegt, den Brunnen und die Platzkante zu erhellen.